Löse eine erbsengroße Menge Seife in einer Schüssel warmem Wasser auf. Tauche ein weiches Tuch ein, wringe es kräftig aus, wische in langen Zügen entlang der Maserung. Sofort mit einem zweiten, trockenen Tuch nachgehen. Zeigen sich Schlieren, wiederhole den letzten Schritt mit reinem Wasser. So bleibt die Schutzschicht erhalten, und Kinderhände fühlen eine glatte Oberfläche ohne klebrige, parfümierte Rückstände, die zum Spielen einladen.
Vermische zwei Teile Olivenöl mit einem Teil Weißweinessig oder Zitronensaft, schüttle kräftig, gib wenige Tropfen auf ein Tuch und arbeite die Mischung dünn ein. Überschuss nach kurzer Zeit sorgfältig abnehmen, damit nichts schmiert. Immer an verdeckter Stelle beginnen. Der dezente Glanz belebt matte Zonen, ohne starke Dämpfe. Achte darauf, dass keine rutschigen Flächen für Haustiere entstehen, besonders in Sprung- und Laufzonen.
Ein Kindergeburtstag, ein wackeliges Tabletellerchen, ein roter Splash. Sofort Mineralwasser, tupfen, tupfen, tupfen. Danach eine Prise Natron, kurz warten, absaugen. Die letzten Ränder mit milder Seifenlösung, klar nachwischen, Fenster auf. Kein stechender Duft, keine Hektik, alle weiterfeiern. Am Abend war der Hocker trocken, weich und geruchsfrei – und das Geburtstagskind stolz, weil es beim Tupfen fleißig geholfen hat.
Neugier siegte, Pfoten stiegen mitten in die frische Politur. Gut, dass nur Olivenöl und Essig im Spiel waren. Nach sanftem Nachwischen mit trockenem Tuch glänzte die Fläche gleichmäßig, die Katze schnupperte kurz und verlor das Interesse. Kein Rutschfilm, keine scharfen Ausdünstungen. Die Lehre: polituren sparsam auftragen, Überschuss zügig abnehmen und Spielzeug bereitlegen, damit Samtpfoten in der Trockenzeit freundlich abgelenkt werden.